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Blick ins Buch ...

 

Prolog zum Prolog

Ein authentisches Buch in ICH Form – ist das nicht total daneben? Wen interessiert schon mein Leben? Hat doch jeder genug mit seinem eigenen Leben zu tun! Vor meinem inneren Auge erscheint ein streng schauendes Männchen mit verkniffenem Mund und erhobenem Zeigefinger. Ein Buch, in dem ich selbst meine eigene Protagonistin bin - in ICH Form - wie anmaßend! Ich beginne zu zweifeln. Ist es wirklich eine gute Idee, dieses Buch zu schreiben? Wer hat etwas davon? Wem nützt es? Hat es in irgendeiner Form einen Wert für andere?

Stopp! Da ist er wieder, mein Verstand, der mir schon so oft im Weg gestanden hat. Ein verängstigter, kleinkarierter Miesepeter, der mich ständig dazu ermahnt, unauffällig, bescheiden und brav zu sein. Bloß nicht anecken, bloß nichts riskieren!

Während mein Verstand weiter meckert, vernehme ich zeitgleich noch eine andere Stimme, unaufdringlich, leise, behutsam, liebevoll. Mein Herz sagt: Schreib‘ doch einfach. Es tut gut, zu schreiben. Es sortiert Gedanken, es bringt auf den Punkt, es hilft, zu verstehen, zu akzeptieren, zu begreifen. Vielleicht sind ja andere Menschen in ähnlichen Situationen? Vielleicht trägt es dazu bei, sich miteinander verbunden zu fühlen? Vielleicht macht es ja Mut oder gibt Trost in schwierigen Zeiten?

Verstand an Herz: Bilde dir bloß Nichts ein!

Fast amüsiert beobachte ich, wie mein Verstand jetzt sämtliche ihm zur Verfügung stehenden Alarmglocken läutet - ohne Erfolg. Gegen den Ruf meines Herzens hat er keine Chance. Ich schreibe. Jawohl!   Ich tu’s! Mit einem Gebet: Mögen meine Worte andere Herzen erreichen und ihnen einfach nur wohltun.

Für Sie, für Dich, in Liebe:                    

Herzensgrüße!                                                                                                 

 

Lebenszusage

Was ist denn jetzt schon wieder los? Mist! Schon wieder so viel Schwere, Mutlosigkeit, Verzagtheit. So ein inneres Gefühl, als wäre ich am falschen Platz, im falschen Film. Traurig, verwirrt, entwurzelt. Was ist denn nur los mit mir? Großspurig von Perlen des Lebens schreiben und dann mein eigenes nicht richtig auf die Reihe bekommen – na prima!

Mein innerer Kritiker verpasst mir die volle Breitseite. Das kann ich besonders gut - mich selber fertig machen! Den Schlüssel zu Freude und Leichtigkeit habe ich wohl mal wieder vermasselt. Wo soll ich ihn suchen? Am besten gehe ich nach draußen, in die Natur, vielleicht haben die Bäume ja einen Rat für mich. Natürlich regnet es gerade - wie passend! Egal. Ich geh‘ trotzdem …

Regenjacke, Schal, Wanderschuhe, Autoschlüssel, ich fahr‘ zum Wald. So früh morgens ist noch nichts los auf den Straßen, und auch der Waldparkplatz ist noch leer. Als ich die Autotür öffne, empfängt mich ein fröhlich lautes Vogelgezwitscher. Wahnsinn. Wie können diese kleinen Piepmätze ein solches Stimmvolumen haben? Es ist einfach herrlich - ein regelrechtes Vogelkonzert!  Ich konzentriere mich auf das Gezwitscher und merke, wie ich innerlich ruhiger werde. Die frische Luft, das Vogelkonzert, die großen Bäume, majestätisch gelassen in Wind und Regen - die Natur ist einfach heilsam und wunderschön.

Auf dem Waldboden kleine  Walderdbeeren, perfekte kleine rote Kunstwerke. Einige sind durch den Regen zerschlagen. „Werden - leben - vergehen“ kommt mir in den Sinn. Wer weiß schon, wie lange das eigene Leben hier auf der Erde dauern wird? Es kann vorbei sein, in 10 Jahren, in einem Jahr, in einem Monat, oder vielleicht morgen? Die Lebenszeit ist endlich - das macht sie so kostbar. Wie gehe ich mit dieser Kostbarkeit um? Was ist WIRKLICH wichtig im Leben?

Wenn ich mir vorstelle, dass mein Leben morgen zu Ende geht, dann bleibt nur eins, was in der Rückschau wirklich wichtig ist: von Herzen geliebt zu haben und geliebt worden zu sein.

Ja, das ist es! Nicht mehr - nicht weniger.

Und? Wie sieht es aus mit der Liebe?

Puh …

Immer wieder tapse ich in die gleiche Falle: die eingeschränkte Eigenliebe. Wie ein kleines Pflänzchen, was ich immer wieder vergesse, genug zu gießen… Aber es muss gegossen werden. Es muss von mir selber gegossen werden, das ist wichtig! Egal, wie unvollkommen ich mir vor meinem inneren Auge auch vorkommen mag.

Jeden Morgen ziehe ich eine Karte aus dem Kartenset „Karten der Heilung“ von Chuck Spezzano* - eine kontemplative Nahrung für die Seele, bevor ich in den Tag hinausgehe. Ich mische die Karten. Neugier: Welche Botschaft wird mich wohl heute erreichen?              

Aha! Die Karte „Selbstwert“ - wie passend!

Im Begleitbuch lese ich: „Gott hat unseren Selbstwert in seiner Schöpfung begründet. Jetzt ist es wichtig für dich, zu erkennen, wieviel Wert du hast. Dieser Wert ist dir gegeben worden, als du erschaffen wurdest, und er kann nicht geändert werden!“

Und ein paar Zeilen darunter: 

„…wir sind von unschätzbarem Wert, weil wir Kinder Gottes sind, und ER hat seine Meinung über uns nicht geändert …“

Schönes Gefühl, einfach so um seiner selbst willen geliebt zu werden. Es ist meine innigste Überzeugung, dass wir ALLE   bedingungslos von Gott geliebt und uneingeschränkt angenommen sind. Auch wenn wir „schräg“ drauf sind, wenn wir Fehler machen, wenn wir mal wieder „nichts gebacken kriegen“ … 

Mag sein, dass Gott dann nicht gerade begeistert ist, aber lieben tut er uns trotzdem weiter - oder würde eine Mutter ihr Kind nicht mehr lieben, nur weil es irgendeinen Mist verzapft hat?! Sicher, sie wird vielleicht verärgert sein, aber die Liebe zum Kind bleibt doch bestehen!

Ich glaube, es ist zuallererst einmal eine wirklich gute Idee, sich selber die eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten zu vergeben und zu üben, sich selbst mit den Augen der Liebe zu betrachten. Wie wär’s denn zur Abwechslung mal mit einer ausgedehnten Partie Selbstakzeptanz?

Oho! Dieses Wort fordert direkt meinen inneren Kritiker heraus! Er rebelliert bereits kräftig. Aber heute hat er keine Chance bei mir. Nein, nein, bevor er mich jetzt wieder fertig machen kann, greife ich lieber schnell zu meinem Buch Vom Leben berührt* und schlage mein Lieblingsgedicht mit dem Titel „Heilung“ auf. Ich lese:

Die Liebe ist die größte Kraft,                                                                          sie ist es, die Heilung schafft.

Mag es auch schwarze Gedanken geben,                                                       die uns erreichen, die uns quälen,

dann hüllen wir sie in Liebe ein,                                                                       so werden sie still, so werden sie klein.

Liebe löst das Schwarze auf,                                                                            so nimmt Heilung ihren Lauf.

Die Liebe heilt alles, das ist gewiss,                                                                alles ist gut, wo Liebe ist.

So ist das also. „Die Liebe heilt alles, das ist gewiss - alles ist gut, wo Liebe ist“. Jetzt muss ich das mit der Liebe nur noch irgendwie in die Tat umsetzen.

Nur noch! Ha, ha!

Wie fange ich das denn am besten an?

Vielleicht erst einmal zu mir selber nett sein, schauen, was mir Freude macht, mal etwas Verrücktes tun, ganz und gar unproduktiv, mir kleine Auszeiten genehmigen, mal etwas anders machen, etwas wagen, mich ins Leben trauen, etwas Neues entdecken, mir selber ein paar bunte Blumen schenken, mir meine Lieblings-DVD einlegen und dazu ein dickes Stück Streuselkuchen genießen, es mir selber schön machen, auf mein Herz hören, die eigenen Bedürfnisse genauso ernst nehmen wie die Bedürfnisse der Menschen, die mir wichtig sind, mein Herz öffnen für mich, für dich, für euch, für das Leben.

Es hat aufgehört zu regnen. Einige Wolken stehen noch am Himmel, aber es sind auch schon wieder jede Menge blaue Flecken zu sehen. Es lichtet sich. Wie schön.

„Mach dich auf, werde Licht“ heißt es im Alten Testament bei dem Schriftpropheten Jesaja. Und Edith Stein*, die große Philosophin und Heilige sagt: Je dunkler es hier um uns wird, desto mehr müssen wir die Herzen öffnen für das Licht von oben.“

Der Himmel spiegelt das Leben wieder. Nicht immer strahlend blau, nicht immer sonnig. Manche Zeiten wolkig, trostlos, dunkel, von Trauer, Kummer und Sorgen überschattet. Das ist nun mal so. Da müssen wir alle durch. Aber: es bleibt nicht so!

Nichts bleibt auf ewig so, wie es gerade ist. Alles ist Veränderung - kein Gewitter, keine Wolke kann ewig bleiben. Sie regnet ab, und dahinter öffnet sich wieder der strahlend blaue Himmel.

Ich glaube, der Schlüssel zum erfüllten Leben ist das Leben selbst - mit allen Emotionen, mit allem, was dazu gehört. Getragen in der Liebe Gottes mutig vorangehen, offen sein für das, was ist und für alles, was kommen mag.

Und egal, was ist oder was sein wird: Immer aus dem Herzen heraus leben, das Herz öffnen für das Licht von oben, dem Herzen folgen. Lieben!

„Die Liebe ist die größte Kraft, sie ist es die Heilung schafft“

Klingt wie der Himmel auf Erden! Aber ich bin nicht blauäugig – ich weiß, dass man manchmal vor lauter Wolken den Himmel nicht mehr sehen kann… Trotzdem: Ich trau‘ mich. Ich sage JA zum Leben - ich mache eine Lebenszusage! Jawohl! Aus vollem Herzen sage ich jetzt zu! Ich nehme den Schlüssel zum Leben in Empfang, wohlwissend, dass ich nicht abschätzen kann, was mich erwarten wird... 

 

Blick in den Anhang ...

 

Hingabe                                                                   

Denkpause - nicht immer selber machen und tun – den Verstand in Urlaub schicken und den Geist mal ganz bewusst auf Empfang einstellen. Mit wachen Augen und offenen Ohren durch den Tag gehen - Hinweise entdecken. Mich öffnen, mich hingeben, damit ich empfangen kann. Hilfe in einem Gebet finden, mein Herz öffnen für die himmlischen Helfer. Vertrauen.

Gesundheit                                                         

Gesund sein ist schön. Aber das ist ja nicht immer der Fall, dass man gesund ist. Was ist, wenn der Körper streikt? Was steckt hinter den körperlichen Symptomen? Körper, Geist und Seele sind miteinander verbunden. Krankheit ist oft ein Hilferuf der Seele. Die Seele sagt zum Körper: Mach du mal weiter! Ich wünsche mir die Weisheit, die Bedürfnisse der Seele in der körperlichen Symptomatik zu verstehen. So kann ich Krankheit als Hinweis nutzen und vielleicht etwas zum Guten verändern.  

Zufriedenheit                                                    

Unzufrieden? Nicht alles so, wie ich es am Liebsten gerne hätte? Die Dinge brauchen ihre Zeit, um zu wachsen und zu heilen. Ich denke mir einen Merksatz aus, eine kleine Erste-Hilfe-Medizin, die meinen Fokus erst einmal wieder zurechtrückt. Ich sage mir: Nicht denken an alles, was du vermisst, sondern danken für alles, so wie es ist.

Dankbarkeit                                                      

Ich habe festgestellt: Je mehr ich danke, desto reicher fühle ich mich. Nichts ist ja selbstverständlich. Gute Gesundheit, ein wacher Geist, ein scharfer Verstand, ein Herz mit Großmut, voller Liebe, ein Dach über dem Kopf, Essen, Trinken, eine Familie, die für einander da ist, gute Freunde, ein Sofa zum Ausruhen, eine gute Tasse Tee … Was bin ich doch reich!

Liebe                                                        

Ricarda Huch* hat den Satz geprägt: „Liebe ist das einzige, was wächst, indem wir es verschwenden.“ Wunderbar. Dies-bezüglich möchte ich immer - ohne die kleinste Einschränkung verschwenderisch sein. Ich möchte jeden so lassen können,  wie er ist - keine Erwartungen haben. Ja, das ist eine gute Idee: kein Erwartung - keine Enttäuschung.

Noch ein Spruch, diesmal von Otto Flake*: „Liebe ist der Entschluss, das Ganze eines Menschen zu bejahen, die Einzelheiten mögen sein, wie sie wollen.“ Hm! Das Ganze eines Menschen bejahen… Das ist ein wirklich hohes Ziel - sowohl in Bezug auf andere, als auch in Bezug auf mich selbst. Ich übe! Immerhin bin ich total frei darin, worauf ich mich fokussiere.

Noch einmal lese ich den Spruch von Pater Alfred Friedrich Delp*

„Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Liebe und Güte, ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, dann hat sein Leben einen Sinn gehabt.“

Die Liebe …

Schlüssel aller Schlüssel!

Willkommen!

 

Schlüsselzeiten

ISBN: 978-3-7412-3865-9

€ 9,90